BOCHUM Zum fünften Mal in Folge gewann die "rewirpower"-Traditionsmannschaft des VfL Bochum den "Otto-Wüst"-Wanderpokal.
Die 36. Auflage des Fußballturniers in der Rundsporthalle zog auch in diesem Jahr wieder die Aufmerksamkeit vieler Sportfreunde auf sich, denn mit Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, RW Essen, Arminia Bielefeld und Hannover 96 waren fünf renommierte Klubs angetreten, die eine erfolgreiche Titelverteidigung der Bochumer verhindern wollten.
Das wäre auch fast gelungen, denn der VfL startete unerwartet mit einer 1:2 Niederlage gegen eine stark aufspielende Borussia aus Mönchengladbach. Doch das Team von "Ata" Lameck ließ sich dadurch nicht vom Titelkurs abbringen und kam postwendend zurück. Bielefeld wurde mit einem 4:0 in die Kabinen geschickt.
Acht Schmugge-Tore
Danach gab es nur noch Erfolge zu feiern. Leverkusen wurde mit 3:1 besiegt, Hannover 96 mit 4:2 und im letzten Spiel gegen RW Essen durfte ein 5:2 bejubelt werden. Am Ende stand der VfL dank des besseren Torverhältnisses vor Borussia Mönchengladbach als Turniersieger fest und hatte mit Torsten Schmugge, der achtmal traf, auch den besten Torschützen im Team.
Tempo und Spielwitz
Die Zuschauer sahen guten und fairen Hallenfußball mit viel Tempo und Spielwitz. Dazu auch noch 148 Tore in 15 Spielen. So machte Ansgar Brinkmann bei den Bielefeldern seinem Ruf als "weißer Brasilianer" alle Ehre. Am Ende reichte es aber nur zu Rang drei und einer Auszeichnung für Harald Hunke als bestem Torhüter des Turniers. Stark präsentierte sich Borussia Mönchengladbach, die mit vielen Altstars wie Arie van Lent, Kalla Pflipsen, Martin Schneider, Bachirou Salou und Peter Wynhoff, der sich die Auszeichnung als "bester Turnierspieler" verdiente, antrat. Auf Seiten der Leverkusener war Ex-Nationalspieler Carsten Ramelow prominentester Vertreter auf dem Parkett. Bei Hannover sah man wie schon im vergangenen Jahr Hakan Bicici zaubern. Für RW Essen war u.a. auch Dieter Bast am Ball.
Freuen konnte sich am Ende VfL-Altherren-Chef Harry Fechner nicht nur über den Sieg seines "rewirpower"-Teams: "Die Begeisterung der Fans und Zuschauer in der Rundsporthalle war wieder einmal gewaltig groß."Auch Sportchef "Ata" Lameck war mit der Veranstaltung zufrieden: "Von der Niederlage gegen Gladbach haben wir uns nicht beirren lassen!" |